Donnerstag, 30. April 2009

Ortsentwicklung (Teil I): Zwei Hügel kreißten, und..


GESTERN IM RATHAUS

... ein Ortsentwicklungskonzept wurde vorgestellt und vom Bezirksgemeinderat einstimmig akzeptiert. In schönen Worten erzählt uns ein Prospekt, der uns Bürgern in einer vorläufigen Version gezeigt wurde, was für ein bezauberndes Dorf Altenburg mit seinen zwei Hügeln ist. Aber uns interessiert vor allem, wie es beim Thema Ortskern weitergeht. Wer die Erstpräsentation im Sommer 2008 im Vereinszimmer der Hofschule mitbekommen hat, ahnte, worauf es hier hinausläuft:


Es geht um das Grundstück Ecke Donau-/Isarstraße (ehedem Werweyko). Es wird das ewig neue Ortszentrum. Vor gefühlten zwanzig Jahren erworben, ist es seitdem Altenburgs Kap der Guten Hoffnung. Vorschläge der Bürger (es sollen ein Dutzend gewesen sein), die das Ortszentrum ganz woanders sahen (zum Beispiel auf der anderen Seite der Donaustraße, wo die meisten Altenburger wohnen und sich Alt-Altenburg befindet) wurden vom Amt für Stadtentwicklung eloquent abgeschmettert.


TEIL I



Damit Sie sich ein eigenes Bild vom Altenburg der Zukunft machen können, werden wir den Prospekt hier sukzessive veröffentlichen.

Mittwoch, 29. April 2009

Wann können wir wieder draußen spielen?


Wenn alles gutgeht, haben wir am Wochenende wieder schönes Wetter. So heißt es. Hoffentlich wird es aber nicht kalt unter dem Maibaum. Um einen Maibaum zu sehen, müssen die Altenburger allerdings nach Rommelsbach gehen.
Bildertanz-Foto: Familie Werner

Dienstag, 28. April 2009

Heute sieht das Kraftwerk so aus


Bildertanz-Foto: Jürgen Reich

Altenburg 1927: Der Bau des Kraftwerks...


... für die Firma Emil Adolff in Reutlingen war damals die Senastion im Neckartal. Und Lehrer Fingerle war natürlich mit seiner Kamera dabei. Hier ein paar Impressionen.
Bildertanz-Fotos: Sammlung Gerhard Fingerle

Samstag, 25. April 2009

Die Grüne,


die seit August 2008 bei der Fa. Vogel Unterschlupf gefunden hatte, verließ Altenburg gestern von der Öffentlichkeit ziemlich unbemerkt in Richtung Schwäbische Alb. In der Nähe von Zwiefalten soll sie restauriert werden. Was dann aus ihr wird? Wir wissen es leider (noch) nicht. Zum Abschied legte sie für den Fotografen an ihrer früheren Haltestelle in Altenburg-Nord noch einen Zwischenstopp ein. Vielen Dank an den verständnisvollen Fahrer des Tiefladers.
Bildertanz-Foto: Jürgen Reich

Imagination ist ...


... wenn man es schafft, das Neckartal ohne Viadukt zu sehen. Versuchen Sie es einfach mal ...
Bildertanz-Foto: Jürgen Reich

Freitag, 24. April 2009

Donnerstag, 23. April 2009

Heute steht hier das Rathaus von Altenburg...


... wo dereinst dieser fränkische Hof mit seinem Tripple-Aufgang vor sich hin rottete.
Ob der Neubau des Rathauses allerdings anheimelnder ist als ein restaurierter Hof, das ist letztlich eine Frage des Geschmacks und des Zeitgeistes.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Gerhard Fingerle

Mittwoch, 22. April 2009

Ein Blick auf die Altenburger Kunstszene (4)


Gesehen beim evangelischen Kindergarten.
Bildertanz-Foto: Jürgen Reich

Einheitskleid: So schön war die Mode damals...


... nun auch wieder nicht, dass man sie gleich vierfach verwendete. Leider ohne weitere Erklärungen ist dieses Bild, das wohl aus den frühen 40er Jahren stammt. Wahrscheinlich sind es Mitglieder des Gesangsvereins. Wer weiß mehr?
Bildertanz-Foto: Sammlung Ingrid Walz

Dienstag, 21. April 2009

Auch Pferde lieben Kopfschmuck...


Aus den fünfziger Jahren in Altenburg.
Bildertanz-Quelle: Gretl Benrad

Neubau des Kindergarten 1969


Am 1. Februar 1969 wurde der neugebaute Kindergarten nach zehnmonatiger Bauzeit in Altenburg eingeweiht. Eine alte Zehntscheuer, die an Altenburgs vergangene Verbundenheit mit dem Kloster Zwiefalten erinnerte, musste weichen, so wie auch ein altes Waschhäuschen am Rand des Grundstückes. Geplant wurde der Kindergarten von dem einheimischen Bauingenieur Gottwald Raiser. Die Altenburger hatten im Mai 1967 bei einem Gemeindenachmittag über 5000 DM bei einer Spendenaktion gesammelt, um für den neuen Kindergarten neues Spielzeug anzuschaffen. Vor dem Einzug in den neuen Kindergarten war die Erzieherin Lydia Eggers mit 36 Kinder im teilweise unbewohnten Pfarrhaus.
Foto: aus dem Rathausarchiv Altenburg

Montag, 20. April 2009

Eine besondere Form von Kipper...


... zeigt dieses Foto von Albrecht Meyer. Wer, was, wann, wo und warum? Das sind nun die Fragen, die hier noch beantwortet werden müssen. Wer kann da helfen?
Bildertanz-Foto: Albrecht Meyer

Sonntag, 19. April 2009

Ein Blick auf die Altenburger Kunstszene (3)


Bildertanz-Fotos: Jürgen Reich

Ein Blick auf die Altenburger Kunstszene (2)



Bildertanz-Fotos: Jürgen Reich

Ein Blick auf die Altenburger Kunstszene (1)



Besuchen Sie die Galerie im Eingangsbereich der Hofschule. Eintritt: frei. Öffnungszeiten: 24 Std. täglich.
Bildertanz-Fotos: Jürgen Reich

Nachtrag zur Feuerwehrübung von 1935


Offensichtlich hat sich die "Spritztechnik" zwischen 1901 und 1935 nicht sehr geändert - ähnelt das Fahrzeug doch sehr dem in den Bildern von 1935. Gesehen habe ich diese Spritze im Oktober 2006 vor der Altenburger Hofschule bei einem Fest des Oldtimerclubs.
Bildertanz-Foto: Jürgen Reich

Seit 1909: Kein Trinkwasser - aber nur aus Vorsicht


... denn das Quellwasser sei zwar "nicht schädlich", wie es in Gutachten des Oberamtes und des Hygienischen Instituts Tübingen von 1909 und 1924 heißt, aber da ja damals vor jedem Haus auch ein Misthaufen sich türmte, war nicht klar, wie sehr die Fäkalien das kalkhaltige Wasser verdarben. Auf jeden Fall lassen sich die Seniorinnen von Altenburg nicht davon abhalten, sich im Sommer abendlich zu einer Kneipp-Kur am Brunnen zu treffen und anschließend gemütlich beisammen zu sitzen. Getrunken werden dabei allerdings andere Wässerchen...
Bildertanz-Foto 2004: Tanja Wack (Altenburg)

Samstag, 18. April 2009

Feuerwehrübung 1935: An der Spitze...


... der Spritze, die übrigens nach wie als Erinnerungsstück ihren Ort im Dorf haben soll, stand die Freiwillige Feuerwehr. Die Spritze sei den Begehrlichkeiten der Stadt Reutlingen bei der Eingemeindung entzogen worden.
Bildertanz-Foto: Sammlung Gerhard Fingerle

Donnerstag, 16. April 2009

Altenburg 1921: Als es einmal um die Wurst ging

Paul Rauscher auf dem Gütle
Es war zu Beginn der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts als Familie Rauscher aus Altenburg hohen Besuch erwartete. Verwandte, die vor vielen, vielen Jahren in die USA ausgewandert waren, hatten die Reise über den Großen Teich gewagt und wollten noch einmal ihre alte Heimat wiedersehen. Paul Rauscher, Jahrgang 1911, gerade mal zehn Jahre alt, wurde von seinen Eltern nach Pliezhausen geschickt, um dort beim Metzger Wurstaufschnitt zu kaufen. Man wollte sich - trotz bitterster Armut, die damals in der kleinen Neckargemeinde herrschte - nicht lumpen lassen. So kratzten die Eltern ihre letzten Groschen zusammen, damit der Paul auch was rechtes kaufen konnte.
Sorgfältig geschnitten und ebenso sorgsam verpackt nahm Paul die Ware entgegen und machte sich auf den Weg zurück nach Altenburg. Am Neckar entlang. Unterwegs überkam ihn der schiere Heißhunger. Die Versuchung war zu groß. Seit Ewigkeiten - und für einen Jungen besteht dieWelt nur aus Ewigkeiten - hatte er keine Wurst mehr gegessen. Er schaute nach links, er schaute nach rechts, niemand beobachtete ihn. Keine Menschenseele weit und breit.
Ganz vorsichtig öffnete Paul das Wurstpaket, entnahm ihm ein "Rädchen" Wurst, und genau so sorgfältig, wie er das Paket geöffnet hatte, schloss er es wieder. Niemand durfte etwas merken.
Zuhause angekommen wurde alsbald dem Besuch aus Amerika ein wurstreiches Mahl kredenzt. Von dem kleinen Mundraub hatte niemand etwas gemerkt. Dafür kamen umso niederschmetternde Worte aus dem Mund des amerikanischen Verwandten: "So schlecht kann es euch ja gar nicht gehen", erklärte er mit vollem Mund, "wenn ihr euch sogar unter der Woche Wurst leisten könnt."
Paul, aus dem später "der Sattler" wurde, glaubte, er müsse vor Wut gleich platzen. Für diese gastliche Wurstmahlzeit würden er und seine Familie in den nächsten Wochen wieder arg darben müssen. "Hätte ich bloß mehr von der Wurst stiebitzt", erzählte er später einmal seiner Toche Annemarie, von der wir gestern Abend diese Geschichte erfuhren.
Bildertanz-Quelle: Nach einer Erzählung von Annermarie Kurtz (geborene Rauscher)
Bildertanz-Foto: Sammlung Annemarie Kurtz

Mittwoch, 15. April 2009

1936: Die neue Glocke der Nikolauskirche...



... und alle, alle kamen, um dabei zusein, als die Nikolauskirche eine neue Glocke bekam. Wenige Jahre später sollten alle Glocken im Land von den Kirchtürmen verschwinden, weil man deren Metall für die Rüstung brauchte.

Bildertanz-Foto: Sammlung Gerhard Fingerle

Dienstag, 14. April 2009

Abwrackprämie? Nicht für diese Oldtimer...


... die damals allerdings alles noch als Neuwagen galten. Um 1960 herum muss diese Aufnahme, unten am Sportplatz des TSV Altenburg, aufgenommen worden sein. Allein das Motorrad wäre heute eine Kostbarkeit, auf die der Altenburger Oldtimer-Club, sehr, sehr stolz wäre, auch wenn dessen Domäne vor allem landwirtschaftliche Fahrzeuge sind.
Bildertanz-Foto: Richard Walker

Montag, 13. April 2009

Altenburgs Jugend vor 50 Jahren: Mit dem Pferdewagen unterwegs


Neun Freunde müsst ihr sein - und nur ein PS.
Bildertanz-Foto: Richard Walker

Kommunion 1944


Katholiken waren 1944 in Altenburg genau so selten wie in allen anderen Orten im Umkreis. Wer seine erste heilige Kommunion feierte, konnte dies nicht in einer Kirche am Ort tun, sondern musste zum Beispiel nach Reutlingen zur Kirche Sankt Wolfgang. Mit der Vertreibung der Deutschen aus dem Osten kamen erstmals verstärkt auch Katholiken in unsere Gegend. Neue Kirchen entstanden wie in Orschel-Hagen, zu deren Pfarrbezirk auch die Altenburger Erstkommunionskinder gehören.
Bildertanz-Foto: Familie Walker