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Donnerstag, 30. Juni 2016

Neue Ortsmitte: Ist sie bereits 2020 realisiert? Sitzung des Bezirksgemeinderates


(Kommentar) Wer zum ersten Mal als Zuhörer zu einer öffentlichen Sitzung des Bezirksgemeinderates kommt, wundert sich schon mal, dass er eben nur Zuhörer sein darf . Sprechverbot. So sind nun einmal die Regularien. Und das tut manchmal richtig weh, wenn man doch selbst zum Thema Verkehrsberuhigung so viel zu sagen hätte. Vor allem als Anwohner.
Seit mehr als 40 Jahren gibt es die sogenannte Neue Ortsdurchfahrt über die Donaustraße. Was damals gebaut wurde, geschah auch mit Genehmigung des Gemeinderates - wohlmöglich noch vorbereitet zu einer Zeit, als Altenburg noch selbständig war. Und mancher, der damals im Gemeinderat saß, dachte daran, wie man durch eine solche moderne, breite Straßenführung durch den Ort, begleitet durch die Verdolung des Erlenbaches, die Wirtschaftsleistung des kleinen Dorfes stärken könne. So war es damals, bevor dann die vielen Städter kamen, um in Altenburg dem Verkehrslärm der Zentren zu entfliehen. In den letzten 40 Jahren hat sich die Zahl der Einwohner in Altenburg etwa verdoppelt - nicht durch Geburten, sondern durch Zuzüge. Nun ist manchem das zu laut, der vor 40 Jahren der mehr Krach- als Prachtstraße zugestimmt hatte.
Aber nun kann alles besser werden. Denn die Stadt ist gefordert, die marode gewordene Verdolung des Erlenbaches zu erneuern. Und im Zuge dessen hat nun auch das Thema Verkehrsberuhigung seine Lobby. Gestern präsentierte jedenfalls die Stadt ihre Pläne, die - sollte der Stadtrat zustimmen - ab 2017 umgesetzt werden. Dabei wird es zeitweise zu Vollsperrung der Donaustraße kommen, was manchen an die Zeit erinnert, als Altenburg eine neue Neckarbrücke bekam, die 1997 eingeweiht wurde.
Beim ersten Bauabschnitt, der sich etwa vom Waghäusle bis zur alten Volksbank erstreckt, bleibt der Teil, wo unsere neue Ortsmitte (Donaustraße 16) ist, verschont. Das heißt: hier können die Rohbauarbeiten beginnen, die Zufahrten für die Baufahrzeuge bleiben offen. So soll es denn auch geschehen. Wenn diese fertig sind und die Innenarbeiten beginnen, dann startet auch der zweite Bauabschnitt, der den Teil bis zur Isarstraße umfasst. So meint die Stadt. "Alles realistisch", heißt es. Altenburg 2020, das Motto des Bezirksgemeinderates seit 2010, scheint also eine Punktlandung zu werden.
Raimund Vollmer

Mittwoch, 11. Mai 2016

Gestern im Rathaus: Vereine und Kirche sollen für die Hofschul-Kinder sorgen...

... und zwar im Anschluss an die Kernzeitbetreuung. Dafür warb gestern die Leiterin der Hofschule Renner-Häckh gemeinsam mit Bezriksbürgermeister Frank Hofacker, der die Vereinsvorstände zu einer Sitzung ins Rathaus eingeladen hatte. Es wurde eifrig diskutiert. Nun gehen die Vorstände mit den gestern gewonnenen Informationen und Erkenntnisse in ihre Vereine und werden dort die Zustimmung für dieses ausschließlich ehrenamtliche Engagement erkunden. 



Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Donnerstag, 9. Juli 2015

Ein Ort wird besichtigt: Wohin treibt Altenburg?

 Natürlich hatten die Altenburger sich gestern abend gefragt, was denn das für ein seltsamer Aufzug war, der da zehn Bürger kreuz und quer durch den Ort und seine Randgebiete marschierte. Es waren Mitglieder des Bezirksgemeinderates, die sich vor dem Rathaus getroffen hatten, um mal in ihrer Freizeit ein paar Themen zu besichtigen, die sie in den offiziellen Sitzungen des Bezirksgemeinderates beschäftigen. Und so machten sie sich auf den Weg.
 An Äckern vorbei, aber nicht dem Untergang (der Sonne) entgegen...
sondern zu den Rändern eines Dorfes,  das vor wichtigen Entscheidungen im Getümmel der Großstadt Reutlingen steht.
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer
Übrigens: Heute treffen sich wieder Mitglieder des Bezirksgemeinderates - es geht zur Bürgerversammlung nach Reutlingen zum Thema Auskreisung.

Donnerstag, 14. Mai 2015

So nicht, sagte gestern der Bezirksgemeinderat und lehnte einstimmig ab.

Es ging nur um den Einstieg in den Einstieg - um die Machbarkeit einer Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes im Mahden im Rahmen der Neuerstellung eines Flächennutzungsplanes. Doch bevor nicht intensiv und auf Augenhöhe mit dem Bezirksgemeinderat über alles und noch viel mehr (zum Beispiel dessen Ideen und Alternativen) gesprochen wurde, geht nichts in Altenburg. Rein gar nichts - und das auch noch begründet mit guten Argumenten und fundiert auf einem Eingemeindungsvertrag, der dem Bezirksgemeinderat die Bauleitplanung vor der Stadt zuordnet. Das ist in aller Kürze das Ergebnis der gestrigen Sitzung. Kurzum: Die Beschlussvorlage der Stadt Reutlingen ist in Altenburg vom Tisch, einstimmig abgelehnt. Aber das Thema wohl noch lange nicht.
(Dies ist eine schnelle Replik auf die gestrige Sitzung. Da der Schreiber Mitglied des Bezirksgemeinderates ist und wie die anderen bestimmt auch noch unter den persönlichen Eindrücken dieser für Altenburg außerordentlich wichtigen Sitzung steht, möchte er sich nicht weiter dazu äußern.)
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Mittwoch, 13. Mai 2015

Heute SITZUNG: Gestern noch Idylle, morgen schon Industriegebiet?

Rückt das Industriegebiet bald näher?

Heute geht's in der Sitzung des Bezirksgemeinderates um die Zukunft Altenburgs. Reutlingen braucht Gewerbefläche - rund 150 Hektar. Das sind 1,5 Quadratkilometer. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass unsere "Hauptstadt" 87 Quadratkilometer besitzt. Reutlingen braucht Gewerbesteuer - 791 Euro je Arbeitnehmer stehen 1272 im Landesdurchschnitt gegenüber. Das ist schon ein großer Unterschied, der bestimmt nicht von einem Tag zum anderen entstanden ist. Reutlingen braucht Arbeitsplätze - 10.000 müssen dazukommen, um wenigstens an den Landesdurchschnitt von 53 Prozent der Einwohner (RT hat 44 Prozent) zu kommen. Auch da fragt man sich, wie es zu diesem Auseinanderklaffen kommen konnte. Wir reden hier ja nicht von Spitzenwerten, sondern von Durchschnittswerten. Nun wäre es kein Problem, ganz Altenburg zur Gewerbefäche zu erklären.Mit seinen 250 Hektar wären immer noch 100 Hektar übrig zum Wohnen. Aber soviel will Reutlingen gar nicht von uns. Zusätzlich zu dem, was die Stadt schon hat. Was die Stadt will und wo, das erfahren die Bürger heute abend im Rathaus - bei der öffentlichen Sitzung. Und was der Bezirksgemeinderat davon hält, müsste dann ja auch klar werden. Eine brisante Sitzung...
Wie sagte Oberbürgermeisterin Barbara Bosch in der Stuttgarter Zeitung: "Die Ausweisung solcher Flächen ist nicht immer leicht.“ Und die Abweisung ist möglicherweise auch nicht so ganz einfach.
Raimund Vollmer

Beginn der Sitzung: 20.00 Uhr im Rathaus Altenburg (andere nennen es Bezirksamt)

Sonntag, 18. Januar 2015

Der Bezirksgemeinderat im Altenburger Wald...

 Jeweils mit und ohne Fotograf/Fotografin - Wunderschön der Besuch auf Sigi Schaals Gütle am Einsiedel.


Und der Abschluss dann beim Barfüßer in Reutlingen

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Wohnplatz für 12 bis 15 Flüchtlinge in Altenburg gesucht...


 

... hieß es gestern bei der öffentlichen Sitzung des Bezirksgemeinderates. Das ist auch der Inhalt eines Schreibens, das kommende Woche veröffentlicht werden wird. Unterzeichner sind als Vertreter des Bezirksgemeinderates und der Ev. Kirchengemeinde Bürgermeister Hofacker und Pfarrerin Bogner. Den Fragen aus dem höchst kompetent und prominent besetzten Publikum sowie der Bezirksgemeinderates stellte sich Reutlingens Bürgermeister Hahn. Insgesamt wird die Stadt in den kommenden Monaten für 510 Flüchtlinge Wohnraum zur Verfügung stellen müssen, heißt es. Es sind Menschen, die bereits bis zu zwei Jahren im Kreis Reutlingen vorläufiges Asyl gefunden haben und auch der Obhut des Kreises anvertraut wurden. Nach diesen zwei Jahren und dem in der Regel auch dauerhaft gewährten Asyl werden diese in ihrer Heimat zumeist verfolgten oder bedrohten Menschen in Sachen Unterbringung in die Verantwortung der Kommunen übergeben. Die soziale Verantwortung hat nach wie vor das Landratsamt. 270 der erwarteten 510 Flüchtlingen, die von der Stadt Reutlingen in 2014/15 in Wohnräumen untergebracht werden müssen, werden ihren Wohnplatz in Gemeinschaftsunterkünften finden. Diese wurden von der Stadt bereits weitgehend identifiziert, wobei das Kriterium "zentrumsnah" und "Infrastruktur" ausschlaggebend war. Deshalb traf es besonders Reutlingens größten Ortsteil Betzingen. Jetzt wird auch Rommelsbach als ebenfalls großer Ortsteil dazu genommen. Einrichtungen in Altenburg werden dem jetzigen Stand der Dinge zufolge nicht als mögliche Gemeinschaftsunterkunft untersucht. Hier setzt man ausschließlich auf private Initiativen. Mindesstens zwölf Menschen sollen ihren Wohnsitz in Altenburg finden. In ihrem Schreiben an die Bürger, das in der kommenden Woche im Gemeindeblatt vereöffentlicht wird, ist von 15 Flüchtlingen die Rede. Rommelsbach soll 35 Menschen dauerhaft private Unterkunft geben. Mieter ist jeweils die Stadt Reutlingen, erklärte Hahn. Wer Wohnraum anbieten will, sollte einen Grundriss der Wohnung oder der Räume zur Verfügung stellen. Hahn berichtete, dass 80 Prozent der Asylbewerber "alleinreisende Herren" zumeist jungen Alters sind, nur in 20 Prozent der Fälle handele es sich um Familien. Als Mietvertrag dienen die ganz normalen Entwürfe, wie sie überall erworben werden können. Wo Investitionen erforderlich sind (wie etwa der Einbau einer Küchenzeile), werde sich die Stadt mit einem Betrag bis zu 3.000 Euro beteiligen. Es gäbe auch einen Pool an Dolmetschern, die helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Hahn wies aber darauf hin, dass die Flüchtlinge oftmals bereits seit zwei Jahren in Deutschland leben und - wenn sie sich auf die neuen Lebensverhältnisse vernünftig eingestellt haben - schon versucht haben, ein wenig unsere Sprache zu erlernen. Die Anerkennungsquote liegt übrigens bei 35 Prozent. Nach der Anerkennung dürfen die Asylanten einen Job annehmen. Dann besteht auch die Chance, dass sie sich gänzlich von der Fürsorgepflicht des Kreises und der Stadt befreien und z.B. ihre Wohnung selbst bezahlen. Grundsätzlich wurde bei der gestrigen Sitzung deutlich, dass dies auch für die Stadt eine neue Herausforderung darstellt. Man spürte deutlich die Bereitschaft, sich den Wünschen der Wohnungsgeber zu stellen.
Nach bestem Wissen und Gewissen verfasst von Raimund Vollmer
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Mittwoch, 23. Juli 2014

Haben wir im Bezirksgemeinderat eine Stimme zu wenig?

Diese Frage könnte man stellen beim Blick in den Verwaltungsbericht der Stadtverwaltung Reutlingen aus dem Jahr 1984. In dem 30 Jahre alten Bericht wird die Zahl der Bezirksgemeinderäte aufgelistet und das Stimmrecht des Bezirksbürgermeisters. In Rommelsbach zum Beispiel heißt es, dass dort elf Gemeinderäte tätig seien, der Bezirksbürgermeister aber kein Stimmrecht habe. Ohne Stimmrecht waren auch die Bezirksbürgermeister in Bronnweiler und Degerschlacht. In Betzingen hieß es in dem offiziellen Buch: "11 einschließlich des Bezirksbürgermeisters mit Stimmrecht". So war es auch in Mittelstadt, Oferdingen, Ohmenhausen und Sondelfingen. In Reicheneck ebenso bei allerdings nur sieben Ortsvertreter. Bei Altenburg und in Sickenhausen stand: "11 und der Bezirksbürgermeister mit Stimmrecht", also gab es hier jeweils zwölf Stimmen. In beiden Orten gab es im Bezirksgemeinderat aber nur elf Bürger inklusive Bürgermeister. Hat(te) hier also der Bezirksbürgermeister, der zugleich Mitglied des Gemeinderates ist, ein doppeltes Stimmrecht?
Zumindest in den letzten fünf Jahren wurden alle Entscheidungen mit maximal elf Stimmen abgegeben. In Sickenhausen wird es nicht anders gewesen sein. Trotzdem ist es interessant zu beobachten, wie unterschiedlich dies noch vor 30 Jahren gehandhabt wurde.
Raimund Vollmer

Donnerstag, 10. Juli 2014

Die drei neuen Räte...

... sind Thomas Bader, Peter Riehle und Tanja Münch.
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Rätsel-Rat: Der Mittwoch war sein letzter Diensttag...

... und wer ihn nicht kennt, war noch nie in Altenburg zuhause.
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Leider ohne großes Interesse der Bürgerschaft

fand gestern im "Bürgersaal" die konstituierende Sitzung des neu gewählten Bezirksgemeinderats statt. Nach der Verabschiedung der Räte Günther Brändle (in Abwesenheit), Heinz Wezel und Günter Schulz aus dem Gremium führte Frank Hofacker die im Mai gewählten Räte in ihre Aufgaben ein und verpflichtete sie zu einer gewissenhaften Ausübung ihres Amtes entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.
Als ältestes Ratmitglied übernahm Karl-Otto Dobler die Wahlleitung des neu zu wählenden Bezirksbürgermeisters. Erwartungsgemäß wurde Frank Hofacker in Anerkennung seiner bisherigen Amtsführung und seines Wahlergebnisses in geheimer Wahl einstimmig wiedergewählt.
Nach Rückübertragung der Wahlleitung an Frank Hofacker wurden Tanja Münch zur ersten Stellvertreterin und Siegfried Schaal zum zweiten Stellvertreter  gewählt -  ebenfalls einstimmig in geheimer Wahl.
Schließlich wurden in offener Wahl noch verschiedene Sachverständige/Ausschussmitglieder und deren Stellvertreter/-innen gewählt.
Im Anschluss an die Sitzung gab es  in sehr entspannter Atmosphäre Gelegenheit anzustoßen und sich vor der anschließenden WM-Übertragung in den häuslichen vier Wänden zu stärken.
Frank Hofacker verabschiedet Heinz Wezel und Günter Schulz mit kleinen Geschenken aus dem Rat

Neu am Ratstisch: Thomas Bader, Hans-Peter Riehle und Tanja Münch



"Ratsältester" Karl-Otto Dobler gratuliert Frank Hofacker zur Wiederwahl
Frank Hofacker gratuliert Tanja Münch zur Wahl als erste stv. Bezirksbügermeisterin
und Siegfried Schaal zur Wahl als zweiter stv. Bezirksbürgermeister

Gastgeber nach Beendigung der Sitzung waren die ausscheidenden Räte.
Bildertanz-Fotos: Jürgen Reich


Mittwoch, 9. Juli 2014

Heute bekommt Altenburg ein neues Dorfparlament

Und wählt dann seinen Bürgermeister oder Bürgermeisterin sowie dessen Stellvertreter(innen). Die konstituierende Sitzung beginnt um 20.00 Uhr im Bürgersaal des Rathauses.

Samstag, 7. Juni 2014

Die Entscheidung: Wer alles gewählt wurde...

Mitglieder des neuen Altenburger Bezirksgemeinderates sind:
Frank Hofacker (464 Stimmen), Tanja Münch (307), Christine Hebsaker-Schnizer (296), Hans-Peter Riehle (289), Siegfried Schaal (283), Raimund Vollmer (280), Erich Diebold (267), Martin Uber (251), Thomas Bader (247), Frank Walz (244), Karl-Otto Dobler (229)
Festgestellte Ersatzleute sind: 
Hans-Walter Backes (209), Bernd Conrad (202), Irmela Diebold (170), Heinz Wezel (165), Günther Brändle (158), Günter Schulz (34), Anita Steudle (12), Martin Klose (11), Wolfram Steinle (10), Christel Metzger (9), Hans Rahn (9), Anette Boeck (7), Rainer Ebeling (7), Susanne Hajek (7), Norbert Speck (7)
Sonstige 261
Bildertanz-Quelle: Amtsblatt für Stadt und Kreis Reutlingen

Eine Geduldsprobe

ist das Warten auf die vollständigen und endgültigen Ergebnisse der Ortschaftsratswahlen in den Gemeinden, in denen die Mehrheitswahl praktiziert wurde. Ursprünglich stellte das Wahlamt der Stadt Freitag, den 6. 6. 2014 in Aussicht. Jetzt lesen wir auf der Wahlseite der Stadt: "In Bronnweiler, Gönningen, Mittelstadt, Oferdingen, Reicheneck und Sickenhausen fand eine sogenannte Mehrheitswahl statt. Die Listen dieser Mehrheitswahl haben folgende Besonderheit: die Sitzverteilungen sind unbedingt als vorläufig zu betrachten. Auf den Listen der Mehrheitswahl werden derzeit noch Namen ('Sonstige' Anm. d.Red.) verifiziert. Diese Überprüfungen laufen noch. Deshalb könnte es unter Umständen zu Änderungen in der Sitzverteilung kommen." 
Altenburg gehört natürlich auch dazu ... Eine Änderung der Sitzverteilung scheint aber eher unwahrscheinlich. Warten wir ab.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Gestern im Rat: Keine 30er Zone in der Donaustraße...

Vor der Ratssitzung: Der Zuschauerraum füllte sich
... wird es nach Aussage von Gerhard Lude, dem Fachgebietsleiter für Straßenplanung der Stadt Reutlingen geben. Dies würde die Lärmbelästigung nicht ergeben, wobei man sogar bei den Berechnungen mit 8.700 Fahrzeugen, davon 5 Prozent Schwerlastverkehr, ein höheres Verkehrsaufkommen zugrunde gelegt hat als tatsächlich gemessen. Hier gibt es gesetzlichg fixierte Richtwerte, die in der Donaustraße nicht erreicht werden. Jürgen Merz von der Verkehrsabteilung der Stadt erklärte zudem, dass auch die Verkehrssicherheit nicht als Kriterium herangezogen werden kann, weil weder die Geschwindigkeit (im Durchschnitt 49 km/h) noch die Unfallhäufigkeit hier einen Hinweis geben. Da es sich bei der Donaustraße um eine Kreisstraße handele, wäre man zudem an die übergeordneten Richtlinien gebunden, könne nicht wie bei einer rein innerstädtischen Straße frei entscheiden. Wer hier einfach 30er Schilder aufstelle, müsse damit rechnen, dass diese Begrenzungen sofort vom Regierungspräsidium kassiert werden. Dem Vorschlag von Erich Diebold, die Kreisstraße doch angesichts der Präsenz der Bundesstraße 464 aufzuheben und sie zurückzustufen wie vor 40 Jahren die Erlenbachstraße wurde von den Experten keine Chance eingeräumt. Ganz aussichtslos sei eine Verkehrsberuhigung dennoch nicht. Im Rahmen der Neuverdolung des Erlenbachs werde man die Donaustraße mit Sicherheit verengen, wobei allerdings 6,50 Meter Breite wegen des Busverkehrs Richtschnur bleibe. Doch hier müssten die Altenburger wohl bis 2017 warten, bis mit den Baumaßnahmen begonnen werde. Günter Schulz wies darauf hin, dass die Neuverdolung nur einen kleineren Teil der Donaustraße betreffe, so dass man doch schon vorher mit einer Verengung in den anderen Bereichen beginnen könne. Dies sei zwar zutreffend, erklärte Lude, doch werde die Stadt aus Kostengründen wohl kaum vorher Teilmaßnahmen ergreifen. Auch der Vorschlag, der im Rahmen der Bürgerfragestunde (seltsamerweise heißt sie neuerdings Einwohnerfragestunde) vorgebracht wurde, die Donaustraße durch eine durchgezogene Trennlinie zu entschleunigen, wurde als wenig sinnvoll angesehen. Der Grund: Markierungen würden wie Verkehrszeichen angesehen - und wie bei einer 30er Beschilderung sofort vom Regierungspräsidium kassiert. Der Vorschlag von Siegfried Schaal, eine Feinstaubmessung vorzunehmen, um über diesen Weg zu einer 30er Zone zu kommen, wurde von den Verantwortlichen aufgenommen und hat wohl auch Chancen auf Durchführung. Ob die Messung allerdings zu dem gewünschten Ergebnis kommen wird, ist eine andere Frage.
So war gestern der Diskussionsstand bei der letzten Sitzung des "alten" Bezirksgemeinderates vor der konstituierenden Sitzung des neuen Bezirksgemeinderates, die für den 9. Juli terminiert wurde. Heinz Wezel, der als Bezirksgemeinderat sich ganz besonders für das Verkehrskonzept engagiert hat und aus dem Dorfparlament ausscheidet, stellte auf jeden Fall den Antrag, dass das Thema, das ja nicht nur die Donaustraße betrifft, sondern u.a. auch die Isarstraße in der nächsten regulären Sitzung wieder auf die Tagesordnung kommt. 


Gerhard Lude (Links) und Jürgen Merz (Mitte), die Experten der Stadtverwaltung

Bildertanz-Foto: Raimund Vollmer

Mittwoch, 4. Juni 2014

Heute ist die letzte Sitzung des "alten" Bezirksgemeinderates...

... der sich mit der konstituierenden Sitzung Anfang Juli 2014 deutlich verjüngen wird.
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Mittwoch, 28. Mai 2014

Neu im Ortschaftsrat ...

... ist auch Hans-Peter Riehle. Er verspricht nicht viel - er handelt. Seine Passion ist der Fußball, den er viele Jahre lang im TSV Altenburg engagiert getragen hat.  Obwohl nicht mehr aktiv, gingen von ihm in letzter Zeit die Impulse zum Neustart des Jugendfußballs aus. Er belebt damit ein wichtiges Stück Jugendarbeit, deren Verbesserung - ohne viel Kreativität - schon viele Jahre im Dorf und im Rat eingefordert wird. Seine Erfahrung im Umgang mit der Jugend ist eine Bereicherung und lässt auf eine positive Entwicklung des dörflichen Lebens hoffen. Als gebürtiger Altenburger ist er ohnehin dem Ort verbunden und verpflichtet. Danach handelt er - meist ohne viel Aufhebens - im Hintergrund.

"Erfahrung abgewählt"...

... überschreibt der GEA heute seine Berichterstattung zum Wahlergebnis in Altenburg. "Erfahrung abgewählt" ist ein griffiger Titel - er trifft aber auf das Altenburger Ergebnis nicht zu - denn es wurde niemand "abgewählt". Heinz Wezel und Günther Brändle wurden schlicht und einfach nicht wiedergewählt. Das mag  verschiedene Gründe haben. Ihr Auftreten im Rat, ihre konstruktive Mitarbeit war es sicher nicht. Beide werden auch in Zukunft positiv im Ort wirken. Der OGV, dessen Vorsitzender Heinz Wezel ist, ist einer der aktivsten Vereine am Ort, dessen wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft nicht unterschätzt werden darf, nicht nur hinsichtlich der Projekte mit Schülerinnen und Schülern der Hofschule.
Positiv betrachten sollte man am Wahlergebnis die Erneuerung des Rates. Mit Tanja Münch und Thomas Bader haben zwei Kandidaten den Sprung in das Gremium geschafft, die sich schon vorher im Elternbeirat der Hofschule bzw. im Gewerbeverein und der ev. Kirchengemeinde zum Wohl Altenburgs betätigt haben. Sie sind Teil des Netzwerks, das eine funktionierende Gemeinschaft braucht. Mit Sicherheit gewinnt die Altenburger Jugend mit Tanja Münch und Thomas Bader "eine Stimme" im Rat. Hoffen wir auch, dass die neuen und die bisherigen  Ratsmitglieder das viel zu spät angegangene Thema "Bürgernähe" stärker in den Mittelpunkt rücken. Immerhin hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Ort den Bürgern - nicht den Ratsmitgliedern - gehört, dass die Räte den Bürgern verpflichtet sind - nicht umgekehrt. Jetzt müssen Mitgestaltungsmöglichkeiten geschaffen werden, die über die eng gefassten Möglichkeiten der "Fragesekunden" im Rat und der sehr seltenen - früher wohl eher unerwünschten - Bürgerversammlungen hinausgehen. Der Altenburger Geschichts- und Heimatverein wird - neben anderen - hier ein Forum sein.
So kann sich Altenburg entwickeln.